Wie Sie Ihr erstes japanisches Messer auswählen

Der Kauf eines ersten japanischen Messers beginnt meist mit einer Wand voller unbekannter Begriffe: Gyuto, Santoku, Nakiri, VG-10, Wa-Griff. Es ist leicht, sich eher vom schönsten Foto als davon, welches Messer wirklich zu deinem Kochstil passt, leiten zu lassen. Hier ist ein einfacherer Weg — fünf Fragen, der Reihe nach.

Schritt 1: Was kochst du eigentlich?

Wenn du hauptsächlich Alltagsgerichte zubereitest und ein kompaktes, handliches Messer bevorzugst, ist ein Santoku eine ausgezeichnete Allzweckwahl für Gemüse, entbeintes Fleisch und Fisch. Wenn du ein Messer möchtest, das fast alles kann, ist ein Gyuto das japanische Pendant zum westlichen Kochmesser und die vielseitigste Option. Ein Bunka bietet eine ähnliche Vielseitigkeit wie ein Santoku, aber seine spitze Spitze ermöglicht präziseres Arbeiten. Wenn Gemüse dein Hauptfokus ist, ist ein Nakiri speziell für effizientes Schneiden konzipiert. Ein Sujihiki ist eher später zu empfehlen, wenn du ein spezielles Messer zum Schneiden von entbeintem Fleisch, Braten oder Fisch brauchst.

Die meisten Erstkäufer entscheiden sich für ein Santoku, Bunka oder Gyuto — die unten gezeigten Formen gehen von einem dieser drei aus.

Schritt 2: Welche Größe fühlt sich angenehm an?

Die Klingenlänge ist genauso wichtig wie die Form. Als grobe Orientierung: 13–16 cm eignen sich für kleinere Hände, kleinere Küchen und präzises Arbeiten; 17–19 cm sind der ideale Bereich und die beste Länge für das erste japanische Messer für die meisten Menschen; 20–24 cm eignen sich für erfahrene Köche, die größere Stücke und umfangreichere Vorbereitungen bearbeiten. Wenn du unsicher bist, sind 17–19 cm der sicherste Startpunkt — lang genug, um nützlich zu sein, kurz genug, um handlich zu bleiben.

Schritt 3: Wie viel Pflege möchtest du investieren?

Das ist der eigentliche Scheideweg. Edelstahl-Messer sind rostbeständig, verzeihen etwas Nachlässigkeit und sind der einfachste Weg, ein japanisches Messer zu besitzen, ohne deine Gewohnheiten zu ändern — eine vernünftige Standardwahl für ein erstes Messer. Kohlenstoffstahl-Messer lassen sich feiner schleifen und entwickeln mit der Zeit eine Patina, müssen aber sofort nach Gebrauch abgetrocknet und gelegentlich geölt werden, um Rost zu vermeiden. Die Frage ist: Kaufst du für Bequemlichkeit oder für die schärfste Klinge und hast nichts gegen die Pflege?

Schritt 4: Welcher Griff liegt gut in deiner Hand?

Japanische Messer gibt es mit zwei Griffarten, die sich wirklich unterschiedlich anfühlen. Ein Wa-Griff (japanisch) ist leichter, dünner und verlagert den Schwerpunkt mehr zur Klinge — viele finden ihn nach einer Eingewöhnung leichter zu kontrollieren. Ein westlicher Griff ist schwerer und vertrauter, wenn du an europäische Messer gewöhnt bist, was den Umstieg erleichtert. Keiner ist grundsätzlich besser — es kommt darauf an, was deine Hand bevorzugt.

Schritt 5: Schärfe oder Haltbarkeit?

Japanische Messer werden oft als unglaublich scharf beworben, aber schärferer Stahl ist auch anspruchsvoller — härterer Stahl hält die Schneide länger, neigt aber eher zum Absplittern; weicherer Stahl verzeiht mehr, muss aber öfter nachgeschärft werden. Keines dieser Messer ist spülmaschinenfest und keines unzerstörbar. Das zu wissen, verhindert, dass ein Messer nach drei Wochen enttäuscht.

Immer noch unsicher? Hier anfangen

Wenn du einen sicheren, bewährten Startpunkt möchtest:

Santoku, ~17 cm, Edelstahl — am besten für den täglichen Hausgebrauch, Gemüse, kleinere Küchen und alle, die ein einfaches, pflegeleichtes erstes Messer wollen.

Hikari Santoku SLD Satin Polish 170mm (6.7")

Gyuto, ~21 cm, Edelstahl — ideal, wenn du ein Messer möchtest, das fast alles kann, größere Fleischstücke vorbereitest oder von einem westlichen Kochmesser auf etwas Vertrautes umsteigen willst.

Hokiyama Gyuto SRS13 Migaki 210mm (8.3") ist ein Messer, das sich sowohl für Profis als auch Hobbyköche eignet, die pflegeleichte Messer mit hervorragender Schneidleistung und guter Schnitthaltigkeit suchen und das trotzdem relativ leicht nachzuschärfen ist. Ausgestattet mit einem einzigartigen traditionellen japanischen Griff aus Eichenholz.

Beide sind solide erste japanische Messer. Je mehr du damit kochst, desto klarer wird, welches dein nächstes sein sollte.

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